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Archäologen auf Schatzsuche im Gebiet der Tannenbergschlacht von 1410

Bitwa pod Grunwaldem („Schlacht bei Tannenberg“), Historiengemälde von Jan Matejko

Foto: Bitwa pod Grunwaldem („Schlacht bei Tannenberg“), Historiengemälde von Jan Matejko, gemeinfrei, Nationalmuseum Warschau, CC-PD-Mark, PD-Art (PD-old-100)

 

Wer derzeit das Museum und die Schlachtfelder der Tannenbergschlacht von 1410 besucht, wird in der Umgebung Dutzende von Menschen in gebückter Haltung mit Metalldetektoren in der Hand lansam und in systematischer Ordnung über die Felder gehen. Sie sind die freiwilligen Helfer der am 15. August begonnenen bisher größten archäologischen Expedition zum Bereich der Schlacht von 1410. Trotz großer Hitze begannen die Grabungsvorarbeiten bei der Kapelle des Großmeisters. Sobald der Detektor eines der freiwilligen Helfer ausschlägt, eilt ein Archäologe herbei und sichert den Funde in einem sorgsam beschrifteten Plastikbeutel.

Da seien Menschen wie Spürhunde, erklärt ein schweißüberströmter „Detektorist“ lachend, ein Erfolgserlebnis motiviere ungemein, Hitze hin, Hitze her. Und so sind sie dann alle mit Feuereifer dabei. Die meisten haben seit einem Jahr voller Ungeduld auf den Expeditionsbeginn gewartet und sich weitergebildet, welche Fundstücke sie hier erwarten können. Gut 50 dieser Amateur-Schatzsucher aus Polen, Dänemark, Norwegen und Großbritannien nehmen an der Feldforschung teil, die noch bis zum 23. August andauert. Die Operation verläuft erfolgreich, bisher sind schon fast so viele Artefakte gesichert worden, wie bei den Ausgrabungen des Vorjahrs.

Forschungsergebnis:

Die erfolgreichen Vorjahresforschungen konnten belegen, dass die Schlacht auf einem riesigen Gebiet großräumig verlaufen ist und nicht nur im bisher angenommenen Dreieck Grunwałd-Stębark-Łodwigowo (Grünfelde – Tannenberg – Ludwigsdorf) .

In einem Pressegespräch erklärte Dr. Peter A. Nowakowski, Archäologe beim Museum der Schlacht von Grunwałd, die diesjährigen Arbeiten stünden unter dem Motto: „Auf der Suche nach dem Lager des Deutschen Ordens“. Man habe sich entschlossen wieder mit Amateur-Archäologen und zusammen zu arbeiten, die letztjährige erstmalige Kooperation mit Amateur-Schatzsuchern habe deren Sachkunde und vor allem ihre große Erfahrung im Umgang mit Metalldetektoren bewiesen, auch wenn das in Warschau zuvor sehr kritisch gesehen wurde. Man habe sich entschlossen die Arbeiten westlich der Schlachtkapelle zu beginnen, das Professor Sven Ekdahl diesen Ort für den Haupttreffpunkt der Ritter halte. Um so interessanter sein die Arbeit in diesem Bereich, das Professor Ekdahl bei den Grabungen persönlich anwesend sei und man sich viel von dessen Expertise und der Zusammenarbeit verspreche, meint Nowakowski.

Alle Fundstücke werden nach der Auswertung an das Museum der Schlacht bei Grunwałd /Tannenberg (Muzeum Bitwy pod Grunwałdem)übergeben.

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