Radreise von Danzig über Masuren nach Riga

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Radurlaub in Masuren, Foto: pixabay.com, CC0

Radreise vob Danzig über Masuren ind Baltikum, Foto: pixabay.com, CC0 

Heute nimmt das Ermland-Masuren Journal Sie mit auf eine wunderbare Radreise von Danzig über Masuren, das Königsberger Gebiet und die grandiose Kurische Nehrung bis ins lettische Riga.

In der malerischen Danziger Altstadt steigen wir aufs Rad und beginnen unsere Reise durch den Norden Polens bis hinauf nach Riga, Lettland.

Unsere Route führt von Danzig nach Elk in Masuren, dann durch die russische Enklave Kaliningrad, durch das Samland nach Klaipeda an der Kurischen Nehrung, über Liepaja und Kolkas bis Riga. Folgt man der Küstenlinie der Ostsee auf dieser Route, kommen fast 800 km Strecke zusammen. Baumbestandene, uralte Alleen wechseln ab mit Küstenradwegen, Landstraßen und beschaulichen Waldwegen. Von Danzig aus machen wir einen Abstecher ins Land der Seen und Wälder, nach Elk, der traditionellen Hauptstadt Masurens.

Masuren – Land der 1000 Seen. Die unberührte Landschaft trägt diesen Namen nicht zu unrecht. Eingebettet in die eiszeitliche Moränenlandschaft, reihen sich hier zahllose Seen wie Perlenketten aneinander. Fast die Hälfte dieser Landschaft steht unter Naturschutz – und das macht dieses Reiseziel interessant für Naturfreunde, die die Ruhe und die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt schätzen. Besonders in der Nebensaison, im frühen Herbst, wenn Touristen und Mücken nicht mehr so zahlreich sind, ist Masuren ein landschaftlicher Höhepunkt der besonderen Art. Elk, das früher Lyck hieß, ist nicht nur Sehnsuchtsort so mancher Großeltern. Die kleine Stadt hat sich entwickelt, ein junges, vielfältiges Kulturleben pulsiert hier.

An den steilen Ufern des Lyck-Sees gelegen, eingebettet in die Masurische Seenlandschaft, verströmt Elk einen kleinstädtischen Charme mit besonderem historischen Ambiente. Wir statten dem Wahrzeichen der Stadt, dem 33 Meter hohen Wasserturm, einen Besuch ab. Im Inneren finden wir ein Museum zur ostpreußischen Geschichte dieser Gegend.

Etwa 180 km Richtung Nordosten führt die Route zurück an die Ostseeküste. Kaliningrad, die Hauptstadt der russischen Enklave, bis 1946 Königsberg genannt, ist zugleich die westlichste Großstadt Russlands. Bis heute prägt die Backsteingotik des Nordens das Stadtbild, doch auch moderne Architektur mischt sich zwischen Kopfsteinpflaster und spitze Kirchtürme. Wir verlassen Russland. Klaipeda, unser nächstes Ziel, liegt bereits in Litauen. Der wichtigste Ostseehafen Litauens liegt an der Mündung des Flusses Dane ins Kurische Haff. Kilometerlange einsame Strände in imposanter Dünenlandschaft laden zum Spaziergang ein. Wem dies zu ruhig ist, der findet im pulsierenden Stadtteil Giruliai zahlreiche Cafés und Bars.

Durch harzig duftende Kiefernwälder rollen wir und überqueren eine weitere Landesgrenze. Liepaja, drittgrößte Stadt Lettlands, blickt auf 800 Jahre bewegter Geschichte zurück und liegt zwischen den beiden Seen Tosmare und Liepaja sowie der Ostseeküste. Feinster, schneeweißer Sandstrand verführt zu romantischen Spaziergängen. Darüber hinaus gilt die Stadt als kreative Hochburg für Künstler und Musiker. Zahlreiche Festivals im Sommer sind das unterhaltsame Ergebnis dieses reichen Kulturlebens.

Durch lichte Wälder und bezaubernde livische Fischerdörfchen führt unser Radweg von Liepaja nach Kolkas Rags. Einst lebten die Liven an der Küste in großer Zahl und pflegten eigene Kultur und Sprache. Ihre Sprache ist inzwischen ausgestorben, nur noch wenige hundert Angehörige zählt das livische Volk; fast alle leben in und um Kolka.

Wir erreichen den nördlichsten Punkt Kurlands, das Kap Kolka, auf Lettisch Kolkas rags. Hier besichtigen wir die Ruinen des Leuchtturms. So manchem Schiff half dieses Leuchtfeuer wenig: Das Kap ist eines der größten Schiffsgräber der Ostseeküste, zahllose Schiffe sind hier bereits in den Fluten der Ostsee verschwunden. Wir brechen auf zur letzten Etappe, die „Perle des Baltikums“, Riga, vor Augen.

In der lettischen Hauptstadt lohnt sich besonders eine Besichtigung der historischen Altstadt. Eindrucksvolle Bauten im gotischen Stil, aus der Zeit der Renaissance oder im Jugendstil prägen das Bild der Stadt. Egal, ob E-Bike oder selbst strampeln, ob sportlich oder doch eher gemütlich: Eine Radreise durch Masuren und das Baltikum ist ein faszinierendes Erlebnis. Die einmalige Mischung aus unberührten Landschaften, städtischer Kultur und historischem Charme macht die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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