Schlafen wie die Grafen in Masuren, dem Land der 3000 Seen

Hotel Zamek Krasicki, Lidzbark Warminski, Foto: B.Jäger-Dabek

Das Ermland und Masuren sind Regionen der Ordensburgen, Ordensschlösser und Gutshäuser. Bauten die Herrscher des Deutschen Ordens noch zur Sicherung der eroberten Territorien ließen sich später vor allem adelige Gutsherren ihre Herrenhäuser und Residenzen in den schönsten Ecken des Landes bauen.

Heute kann man in Dutzenden Burgen, Schlössern, Palästen und Herrenhäusern „schlafen wie die Grafen“. Das gilt besonders für die Woiwodschaft Ermland-Masuren, wo einige neue 4-Sterne-Luxushotels vor nicht allzu langer Zeit öffneten.

Hotel St. Bruno  Gizycko

Die ehemalige Ordensritterburg in der masurischen Sommerhauptstadt Gizycko (Lötzen) wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut. Bis heute blieb nur ein Flügel der Anlage erhalten, Teile des Baus fielen im 18. Jahrhundert einem Feuer zum Opfer, der Turm wurde 1945 zerstört. Die bestehenden Gebäudeteile wurden jetzt originalgetreu saniert und um einen Neubau ergänzt, der sich an den alten Ansichten der Burg orientiert. Herausgekommen ist dabei das neue 4-Sterne-Hotel „St. Bruno“. Mit dem Namen erinnert es an den Heiligen Bruno von Querfurt, der im Jahre 1009 auf einem unweit des Schlosses gelegenen Hügel den Märtyerertod bei seiner Baltenmission fand.

Das neue Luxushotel wurde im Herbst 2011 eröffnet und verfügt über 170 Betten in stilvoll eingerichteten Komfortzimmern und Appartements. Wer es besonders anspruchsvoll mag, der ist im original erhaltenen Schlossflügel richtig, wo sich sich sehr geräumige Appartements mit Deckenhöhen von teilweise sechs Metern befinden. Obwohl von außen eine Ordensritterburg mit Elementen der Gotik, Renaissance und des Barocks, ist das Interieur im Stil eines mondänen Kurortes der 1920er Jahre gehalten. Das hauseigene Restaurant bietet seinen Gästen masurische, traditionell polnische und kontinentaleuropäische Küche und lockt darüber hinaus mit einem stilvollen Wintergarten und einer nahe gelegenen Orangerie.

Der Medi-SPA-Komplex des Hotels „St. Bruno“ bietet seinen Gästen ein umfangreiches Beauty- und Wellnessangebot und ist vor allem auf Anti-Aging-Behandlungen spezialisiert. Entspannung findet man darüber hinaus im Schwimmbad mit Wassermassage und Sauna. Für Konferenzen stehen im neuen Hotel zwei kleinere VIP-Räume und zwei große Konferenzsäle für bis zu 300 Personen zur Verfügung. Ein besonderes Angebot erwartet die Gäste am Wasser. Hier stellt ihnen das „St. Bruno“ drei Motorboote sowie mehrere Wasserscooter zur exklusiven Nutzung zur Verfügung. Das neue Hotel befindet sich neben dem Kanal Luczański (Lötzener Kanal), der den südlichen Mauersee mit dem nahe gelegenen Löwenthinsee verbindet. In Laufweite befinden sich eine seltene Handdrehbrücke sowie die Feste Boyen, eine preußische Festungsanlage, die beide aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Hotel Krasicki in Lidzbark Warminski

Bereits im Mai 2011 öffnete im ermländischen Städtchen Lidzbark Warminski (Heilsberg) das neue 4-Sterne-Schlosshotel Zamek Krasicki. Die exklusive 4-Sterne-Anlage verfügt über 125 Zimmer und Suiten sowie einen Wellnessbereich mit Swimmingpool und ein modernes Konferenzzentrum mit Platz für 650 Gäste. Das Hotel entstand am einstigen Sitz der Ermländischen Fürstbischöfe.

Genutzt wird das barocke Gebäude der Vorburg, die mächtige Bastei sowie weitere Wirtschaftsgebäude. Das gotische Schloss selbst beherbergt eine Abteilung des Museums von Ermland und Masuren. Hier wirkte in der Vergangenheit mehrere Jahre lang der weltberühmte Astronom Nikolaus Kopernikus. Ihm zu Ehren richtete das neue Hotel eine Sternwarte ein, die von den Gästen genutzt werden kann.

Namensgeber des Hotels ist der letzte ermländische Fürstbischof und Schriftsteller Ignacy Krasicki. Er war auch ein bedeutender polnischer Schriftsteller und machte das Schloss in Lidzbark Warmiński zu einem Zentrum des kulturellen Lebens. Zahlreiche Theateraufführungen, Konzerte und Bälle fanden in seiner Zeit statt. Daran möchte man mit dem neuen Hotel anknüpfen. So wurde in der Bastei wieder eine Bibliothek mit Literatur über das Ermland und Ostpreußen eingerichtet.

Das Hotel Krasicki entstand in der Vorburg in Lidzbark Warmiński (Heilsberg). Im Hotel erinnert man anNikolaus Kopernikus, der auf der Burg der ermländischen Bischöfe einige Jahre lebte. Ihmzu Ehren entstand im Uhrturm des Schlosses ein kleines Observatorium. Eine stilvolle Barbefindet sich in den gotischen Gewölben des Hauses.

Hotel Zamek Ryn

Die Betreiber des neuen Hotels Krasicki sind mit historischen Gebäuden bereits bestens vertraut. Sie eröffneten erst vor wenigen Jahren ein 4-Sterne-Hotel und Konferenzzentrum in der gotischen Kreuzritterburg im nahegelegenen masurischen Städtchen Ryn (Rhein). Die vierflügelige Anlage war im 14. Jahrhundert von den Ordensrittern erbaut worden. Sie beherbergt nach seiner umfangreichen Sanierung 161 Zimmer und Suiten. Der viereckige Hof wurde überdacht und wird heute für Hochzeiten, Bälle, Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. Darüber hinaus gibt es zehn unterschiedlich große Konferenzsäle und einen großen SPA-Bereich mit einem Swimmingpool im gotischen Gewölbekeller.

Hotel Zamek Reszel

Zum Erbe der Ermländischen Fürstbischöfe gehört die Burg in Reszel (Roessel). Mit dem Bau der mächtigen Burg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts begonnen. Nikolaus Kopernikus hielt sich hier häufig auf. Bereits seit 2001 gibt es dort ein Hotel mit 21 Zimmern und Appartements. Die Einrichtung der Zimmer hat der bekannte Bildhauer Bolesław Marschall angefertigt. Schon seit vielen Jahren ist die Burg als Kulturzentrum auch überregional bekannt. Eine Galerie für Moderne Kunst zeigt dort in Wechselausstellungen Malerei bekannter Künstler aus dem In- und Ausland.

Hotel Palac Galiny

Zu den schönsten Palästen in der Woiwodschaft gehört des Schloss in Galiny (Gallingen). Das aus dem 16. Jahrhundert stammenden Anwesen im Stil der Renaissance wurde seit 1995 schrittweise saniert. In die teilweise verfallenen Gemäuer kehrte inzwischen neues Leben ein. Neben den stilvollen Zimmern im Palast entstanden auch geschmackvolle Unterkünfte im benachbarten Meierhof, der aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammt. Insgesamt verfügt Galiny über 38 Zimmer und Appartements.

Die ehemalige Schmiede, die Kutscherei und Orangerie des Schlosses werden heute für Konferenzen und Veranstaltungen genutzt, im kleineren Saal des Uhrenturms trifft man sich für Yoga oder Meditationsübungen. Bekannt ist Galiny auch als Gestüt. Auf dem Gelände gibt es inzwischen rund 80 Pferde, darunter sehr viele Trakehner. Gäste des Schlosses können hier Reitunterricht nehmen sowie Wanderritte und Kutschfahrten unternehmen. Das Reitturnier um den Galiny-Cup lockt jedes Jahr Tausende Besucher auf das Anwesen.

Im Palast von Galiny (Gallingen) im nördlichenErmland entstehen noch weitere 10 Zimmer. Bishergibt es bereits 21 moderne Unterkünfte im benachbartenGutshaus sowie 17 stilvolle Zimmer undSuiten im barocken Palastgebäude. Die Möbel werdenin der eigenen Schreinerei entworfen. DemHotel angeschlossen ist ein großes Gestüt indem Gäste auch Reitunterricht nehmen können.

Hotel Kadyny Country Club

Der Engländer Dan Vowles entdeckte vor Jahren seine Liebe zum Frischen Haff. In dem Dorf Kadyny (Kadinen), zwischen dem Haff und dem Landschaftspark Elbinger Höhen gelegen, betreibt er den Kadyny Country Club mit 40 Zimmern und einem großen SPA-Bereich. Das Hotel zog in die ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Sommersitzes von Kaiser Wilhelm II. Im benachbarten Schlossgebäude, das aus dem 18. Jahrhundert stammt, haben bereits Sanierungsarbeiten begonnen. Es soll künftig ebenfalls für Gäste zur Verfügung stehen. Das Hotel verfügt über einen großen Innen- und einen Außenpool. Auf dem nahen Haff kann man Surfen und Kitesurfen. Interessant ist der Kadyny Country Club seit Kurzem auch für Golfer, denn nur etwa 25 km entfernt entstand der neue 18 Loch-Golfplatz Sand Valley.

Hotel im Park in Jedrychowo

Das Hotel im Park ist im Herzen Masurens bei Sorkwitten (Sorkwity) am Lampaszsee gelegen, dort wo die Krutynia-Paddelroute beginnt. Albrecht von Klitzing, ein ostpreußischer Adliger ließ hier ein Stück des traditionellen Gutslebens wieder lebendig werden. Im alten Gutshaus sind die Rezeption, die Hotelzimmer und ein gemütliches Kaminzimmer untergebracht, aus den Wirtschaftsgebäuden wurden das Restaurant sowie ein Appartementhaus mit Sauna und Fitnessbereich. Traditionelles Gutsleben auf einem Landsitz mit einem Gutsbetrieb inmitten von über 600 ha Wald, Wiesen und Ackerland erlebt der Gast in Jedrychowo (Heinrichshöfen) in familiärer Atmosphäre.

Resort Niegocin
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