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Szymany: Sprint Air beendet Flüge von Olsztyn-Mazury

Zumindest im Winter keine Flüge nach Berlin, Breslau und Krakau

SAAB 340 A der Luftlinie SprintAir, Foto: © Pressematerial www-sprintair.pl

SAAB 340 A der Luftlinie SprintAir, Foto: © Pressematerial www-sprintair.pl

Es wird ruhig werden in der Wintersaison auf dem masurischen Flughafen Olsztyn-Mazurs in Szymany. Die Sprint Air stellt zumindest über den Winter die Flüge vom masurischen Flughafen ein. Die Wizz Air wird nächsten Sommer auch nach Oslo fliegen.

Die positive Nachricht zuerst: Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air wird ab dem 20. Mai 2017 in der Sommersaison zweimal wöchentlich auch die Strecke nach Oslo Sandefjord-Torp bedienen. Wie das polnische Flugnachrichtenportal Fly4free berichtet, wurde Wizz Air gerade durch die in beide Richtungen bisher stets zu 80% und mehr gebuchten Flüge nach und von London Luton zu dem neuen Vertrag ermutigt.

Die Eröffnung der Strecke nach Oslo kommt für viele Leser vielleicht ein wenig überraschend, stand der Flughafen Szymany doch seit Monaten in Verhandlungen mit den Ungarn. Aushandeln wollten die Masuren unbedingt Flugverbindungen nach Deutschland. Vor allem für Routen nach Düsseldorf und Dortmund machte sich die Flughafengesellschaft stark.

Doch war man wohl zu optimistisch, die Wizz Air dafür ködern zu können. Wie das Flugportal Fly4free.pl berichtet, hätten Vertreter der Wizz Air in einem Interview deutlich gemacht, dass sie an einem größeren Engagement mit dem deutschen Markt derzeit keinerlei Interesse habe. Das zeige auch die Schließung der Verbindung der Linie Warschau-Dortmund.

Die Flughafenverwaltung äußerte in den Verhandlungen mit der SprintAir, dass man die hoch defizitären Flüge nicht subventionieren wolle und nur größere Rabatte bei den Flughafengebühren einräumen mochte. Das aber hätte sicher höhere Ticketpreise zur Folge gehabt, was die Passagierauslastung eher weiter verringert hätte.

Inzwischen ist klar, dass die SprintAir die Verbindungen zwischen Berlin, Breslau, Krakau und dem Flughafen Szymany einstellt. Eine Stellungnahme hat der Carrier dazu nicht abgegeben.

Wie Mariusz Jachimek, Berater der Flughafengesellschaft für die Zusammenarbeit mit Trägern fly4free.pl gegenüber äußerte, sei man sich bewusst, dass der neue Flughafen in seinen ersten Jahren sehr saisonabhängig sein wird. Man habe daher mit SprintAir vereinbart sich demnächst zu treffen, um über eine etwaige Wiederaufnahme der Verbindungen in der Sommersaison zu sprechen.

Dass man diese Verbindungen halten wolle, weil sie für die Passagiere von Interesse sein, äußerte Leszek Krawczyk, Präsident des Flughafens in Szymany der Regionalzeitung Gazeta Olsztyńska gegenüber.

Ausgeschlossen ist es jedoch nicht, dass die SprintAir sich auf Dauer aus Masuren zurückzieht. So ist die Flughafenverwaltung neben den Verhandlungen mit SprintAir auch auf der Suche nach Alternativen.

Für den Flughafen bedeutet dies, dass ab November nur die beiden Verbindungen nach London mit Wizz Air und Rayanair bestehen werden.

Doch diese Entwicklung war ja von Anfang an eingeplant in Masuren, denn die Region ist bisher ein reines Sommerziel, nur die Linienflugverbindungen werden ganzjährig rentabel sein, die nicht auf Touristen angewiesen sind. Daher wird es auf längere Sicht problematisch werden, ganzjährige oder auch nur Linienverbindungen für die Sommersaison mit deutschen Zielen zu etablieren.

Für dieses Jahr hat der Flughafen Szymany sein Jahresziel von 30.000 Passagieren bereits am 11. Oktober erreicht. Die bei weitem größte Zahl der Passagiere nutzt derzeit die Verbindung nach London Luton mit der Wizz Air, die ab dem 1. November durch die Linie der Ryanair nach London-Stansted ergänzt wird. Man erwartet auf dem Flughafen Szymany für dieses Jahr eine Zahl von insgesamt 40.000 abgefertigten Passagieren und wird das selbst gesteckte Ziel damit mehr als nur erreichen.

1 Kommentar zu Szymany: Sprint Air beendet Flüge von Olsztyn-Mazury

  1. das mit dem Flughafen in Szymany war abzusehen. Der an sich tolle moderne Flughafen hat es nicht verstanden, die deutsche Kundschaft zu binden bzw. überhaupt zu interessieren, weil Flüge von und nach Masuren nicht langfristig (Frühbucher) buchbar waren, also gerade die erwünschte Touristenklientel, die im Winter den Urlaub plant, keine Flüge nach Masuren planen konnte, da dies nur im Wochenrhythmus und dann auch immer nur jeden dritten Tag möglich war. Da muß man sich über mangelnde Auslastung nicht wundern. Schade, denn der Flughafen kann sich optisch und funktional sehen lassen.

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