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Die Lehndorff-Kapelle in Steinort / Sztynort ist restauriert

Erbbegräbnisstelle der Familie Lehndorf erstrahlt in altem Glanz

Lehndorff Kapelle Steinort Sztynort

Lehdorffsche Erbbegräbnisskapelle in Steinort / Sztynort, Foto: Team „Schloß Steinort“

Die Erbbegräbniskapelle der Familie Lehndorff ist fertig restauriert und erstrahlt im neuen Glanz. Am 17. August um 20:00 Uhr erfolgt der Feierliche Abschluss der baulichen Sicherung.

Die Lehndorffsche Erbbegräbniskapelle in Steinort wurde 1855 nach Plänen des berühmten Berliner Baumeisters Friedrich August Stühler errichtet. Sie liegt idyllisch in einem Waldstück auf einer Halbinsel vor dem Steinorter See. Einst war von ihr aus ein wunderbarer Blick auf das Schloss möglich.

Die Kapelle war 2015 akut gefährdet, da sie ohne Dachdeckung dastand und das Regenwasser freien Lauf in das Innere des Daches und des Kreuzgratgewölbes hatte. Das Holz des Dachstuhls war stark durch holzzerstörende Pilze zersetzt worden, die sich frei entwickeln konnten. Das in das Gewölbe und das Mauerwerk eindringende Wasser hatte zu starken Frostschäden geführt, die die Standsicherheit gefährdeten.

Auf Initiative von Prof. Wolfram Jäger aus Dresden konnten erste Gelder für den Beginn der Notsicherung akquiriert werden, womit die nachfolgende Förderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien Monika Grütters und die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz in Gang kam. Schließlich haben eine bedeutende private Spende und die finanzielle Unterstützung der Senta-Weygandt-Stiftung, Görlitz dazu beigetragen, die unvorhergesehenen Mehrkosten zu decken und das Vorhaben zum Erfolg zu verhelfen.

In den Jahren 2020/2021 konnten die Arbeiten soweit abgeschlossen werden, dass das Bauwerk als gesichert bezeichnet werden kann, was durch den Abbau des Auslegergerüstes weithin sichtbar ist.

Begleitet wurde die Maßnahme durch eine Initiative von Marta Akincza mit Unterstützung der Stadt Angerbrg/Wgorzewo zur Freilegung des Friedhofes und zum Rückschnitt vorhandenen Wildwuchses. Die Kapelle bietet nunmehr wieder einen angemessenen Anblick als Zeitzeuge und gelungenes Bauwerk des Architekten Friedrich August Stüler, der zu seinen Lebzeiten viele bedeutende Bauwerke schuf, so das Neue Museum in Berlin, die Burg Hohenzollern in Hechingen (Deutschland), die Weichselbrücke in Tczew und die Johanniskirche in Kleipeda (zerstört). Die Auflistung seiner Werke umfasst über 300 Bauten. Außerdem ist es ein idyllischer Ort zum Inne-halten und zum Nachdenken für die vielen Segler und Touristen, die im Hafen von Steinort ankern oder das Schloss besuchen.

Die Sanierung insgesamt ist damit jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Die Restaurierung der Fassade unterhalb der Zwerchgiebel und des Sockels, der Zugangstreppe und der Flügelmauern zum See stehen ebenso noch aus wie die Restaurierung des einmaligen Kreuzgratgewölbes im Inneren der Kapelle. Das eingedrungene Wasser hatte hier zu starken Putz- und Stuckabplatzungen geführt, die es nunmehr zu beseitigen gilt, bevor der Raum im Inneren wieder in alter Schönheit erstrahlen und die Besucher auch mit seinen akustischen Qualitäten erfreuen kann. Dazu sind in den weiteren Jahren Spenden und Fördergelder notwendig.

Der erreichte Bautenstand soll mit einer kleinen Andacht und einem anschließendem geselligen Beisammensein am

Montag, den 17. August 2021 20:00 Uhr an der Kapelle

feierlich begangen werden. Interessierte, Freunde von Steinort und Touristen sind herzlich eingeladen.

Sie möchten für den Erhalt von Steinort / Sztynort spenden? Hier das Spendenkonto:

Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz

IBAN: DE2687 0700 2408 2336 6002

BIC/SWIFT DEUTDEDBCHE Deutsche Bank AG Filiale Görlitz

 

Quelle: Pressematerial vom Team „Schloß Steinort“, c/o Büro Prof.Dr.-Ing. Wolfram Jäger, Wichernstr.12, D- 01445, Radebeul